Testmanagement, Akzeptanz und Transparenz

In vielen Projekten habe ich mich in der Vergangenheit gefragt, warum es so schwer ist, für das Thema Testmanagement schlagkräftige Unterstützung zu bekommen. Obwohl es doch durch seinen Zusammenhang zur ausgelieferten Qualität einen direkten Einfluss auf die Kundenzufriedenheit hat, nur selten scheint jemand bereit, diesem Thema entsprechende Gewichtung und Priorisierung zu geben. Sehr oft war und ist zu beobachten, dass Testmanagement erst gegen Ende des Projekts begonnen wird, und die eingeplante Zeit für die Qualitätssicherung zum Puffer für die vorgehende Implementierungsphase verkommt …. und meist immer kürzer und kürzer wurde. Woran liegt das?

Sicherlich gibt es viele Gründe, warum die Akzeptanz für ein detailliertes Testmanagement so gering zu sein scheint. Mindestens einer ist mir in den vergangenen Tagen mal wieder begegnet:

Ein Bereichsleiter möchte das Testmanagement seiner Mannschaft beleuchtet haben. Gefühlt sei zwar alles in Ordnung, es gebe kein Qualitätsproblem, aber trotzdem ….

Nachdem im Vorfeld einige Gespräche geführt wurden, soll es nun konkret werden. In einer Workshopserie soll das Thema Qualitätsmanagement an abgeschlossenen Projekten reflektiert werden. Und da eine interne Sicht natürlich nur einen bedingten Horizont bietet, legen wir Wert darauf dass auch Kunden an den Workshops teilnehmen.

Und obwohl „gefühlt“ alles in Ordnung ist, kommen nun die Stimmen der Hinterfrage auf: was macht Ihr da, warum den Kunden hinzuziehen? Schnell finden wir uns in Gesprächen wieder, aus denen eines deutlich wird: Testmanagement sorgt für Transparenz und zeigt die Qualität getaner Arbeit. Und niemand kann diese – wenn auch subjektiv, aber höchst effizient – besser beurteilen als der Kunde. Und wenn der eine oder andere an dieser Stelle nervös werden mag, zumeist gibt es sicherlich kaum Gründe dafür…

„Tue Gutes und sprich darüber“ – Testmanagement schafft in der Tat transparent, wie ernst man das Thema Qualitätssicherung nimmt. Also sollte man auch vor und mit dem Kunden darüber sprechen und zeigen was man hat und wie man es macht – es kann für beide nur eine Bereicherung sein!