Wenn das Projekt „nebenher“ läuft

Komplexe Projekte haben oftmals die Eigenart, dass hiervon weite Teile des Unternehmens betroffen sind. Das betrifft nicht nur die Auswirkungen des Projekts, sondern auch die am Projekt beteiligten Ressourcen. Vor allem strategisch wichtige Projekte, die im besonderen Fokus der Unternehmensführung liegen, haben diese Eigenart. Insbesondere in Organisationen mit einer ausgeprägten und auf Effizienz getrimmten Linienstruktur (und damit eigentlich in den meisten Unternehmen) findet sich keine Struktur, die sich ausschließlich mit der Durchführung von Projekten beschäftigt. Für übergreifende Rollen in einem Projekt (wie z.B. Projektmanagement, PMO, Testmanagement etc.) sind erfahrungsgemäß in vielen Unternehmen Strukturen vorhanden, doch die Spezialisten – unabdingbar für die operative Durchführung eines Projekts – sind in aller Regel im Tagesgeschäft der Linienstrukturen beheimatet. In einer derartigen Konstellation wird […]

Projektmanagement im „Dreigestirn“

Im Lehrbuch des Projektmanagements steht, dass es eigentlich nur einen verantwortlichen Projektleiter mit seinem Stellvertreter geben kann – beinahe ganz dem bekannten Filmzitat „es kann nur einen geben (der entscheidet)“. In der Theorie macht das auch sicherlich Sinn, um eine durchgängige und vor allem konsistente Kette von Entscheidungen und Zuständigkeiten in einem Projekt zu erhalten.Doch in bestimmten Projektkonstellationen kann diese Strukturierung dazu führen, dass der Projektleiter zeitlich wie ggf. auch von seinen Kompetenzen dauerhaft überbelastet wird. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn der Projektleiter neben dem Projekt noch weitere Verantwortlichkeiten hat, die seinen Einsatz fordern (weitere Projektleitungen, Linientätigkeiten etc.). Oder es sich von den Inhalten her um sein sehr personenstarkes und damit um ein sehr kommunikationsintensives Projekt handelt. […]

IT für Energieversorger – mit Releasemanagement vom Reagieren zum Agieren

Seit Jahren wird die Regulation der Energieversorgungsbranche vorangetrieben. Es scheint, dass zusätzliche Kosten insbesondere aus der Energiewende von staatlicher Hand gesteuert auf die (hauptsächlich privaten) Verbraucher umgelegt werden – und zur Kompensation die Erlöse der Energieversorgungsunternehmen reduziert werden müssen (um die absolute Preissteigerung möglichst gering zu halten). Neben beschnittenen Gewinnen geschieht dies im Wesentlichen durch den Versuch des Regulators, durch die übergreifende Vereinheitlichung von Prozessen nicht nur den offenen Markt zu unterstützen sondern auch die Effizienz zu erhöhen. Ob dies de facto auch gelingt oder ob dadurch bestehende Prozesse immer komplexer in der Umsetzung und damit auch teurer in der Kostenstruktur werden, sei dahingestellt. In jedem Falle hat es sich eingeschliffen, dass mindestens zwei Mal jährlich der Regulator mit Änderungen […]