Projektmanagement im „Dreigestirn“

Im Lehrbuch des Projektmanagements steht, dass es eigentlich nur einen verantwortlichen Projektleiter mit seinem Stellvertreter geben kann – beinahe ganz dem bekannten Filmzitat „es kann nur einen geben (der entscheidet)“. In der Theorie macht das auch sicherlich Sinn, um eine durchgängige und vor allem konsistente Kette von Entscheidungen und Zuständigkeiten in einem Projekt zu erhalten.Doch in bestimmten Projektkonstellationen kann diese Strukturierung dazu führen, dass der Projektleiter zeitlich wie ggf. auch von seinen Kompetenzen dauerhaft überbelastet wird. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn der Projektleiter neben dem Projekt noch weitere Verantwortlichkeiten hat, die seinen Einsatz fordern (weitere Projektleitungen, Linientätigkeiten etc.). Oder es sich von den Inhalten her um sein sehr personenstarkes und damit um ein sehr kommunikationsintensives Projekt handelt. […]

Der Lenkungskreis strategischer Projekte – Chance oder des Projektleiters Albtraum?

Bei nicht-strategischen, ggf. auch nicht ganz so umfangreichen Projekten spielt der Lenkungskreis zumeist eine untergeordnete Rolle. Manchmal ist es gar so, dass ein Projekt auch vollständig ohne Lenkungskreis ausgestattet ist und dennoch erfolgreich zum Ende geführt wird. Bei strategischen Projekten ist dies in der Regel jedoch ganz anders ausgeprägt: strategische Projekte werden oftmals vom höheren Management, vielleicht auf der Geschäftsführung bzw. des Vorstands eines Unternehmens bzw. eines Konzerns initiiert. Häufig ist es so, dass diese Projekte damit naturgemäß auch eine sehr hohen Aufmerksamkeit durch dieses Management genießt – jeder der beteiligten Entscheider will wissen, wie es um den Vorlauf des Projekts steht – und oftmals noch sehr viel ausgeprägter: jeder der Entscheider will auch in der Umsetzung des Projekts „mitreden“ […]