Projektmanagement im „Dreigestirn“

Im Lehrbuch des Projektmanagements steht, dass es eigentlich nur einen verantwortlichen Projektleiter mit seinem Stellvertreter geben kann – beinahe ganz dem bekannten Filmzitat „es kann nur einen geben (der entscheidet)“. In der Theorie macht das auch sicherlich Sinn, um eine durchgängige und vor allem konsistente Kette von Entscheidungen und Zuständigkeiten in einem Projekt zu erhalten.Doch in bestimmten Projektkonstellationen kann diese Strukturierung dazu führen, dass der Projektleiter zeitlich wie ggf. auch von seinen Kompetenzen dauerhaft überbelastet wird. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn der Projektleiter neben dem Projekt noch weitere Verantwortlichkeiten hat, die seinen Einsatz fordern (weitere Projektleitungen, Linientätigkeiten etc.). Oder es sich von den Inhalten her um sein sehr personenstarkes und damit um ein sehr kommunikationsintensives Projekt handelt. […]

Multiprojektmanagement – Mehrwert schaffen für die Akzeptanz!

Im abklingenden Jahr durfte ich einen Kunden bei der Implementierung seines Multiprojektmanagement-Reportings unterstützen. Das PMO eines global operierenden Unternehmens mit langlaufenden Projekten mit sehr hohem Budget erstellt in regelmäßigen Abständen ein Bericht über den Status der Projekte und legt diesen dem Senior Management vor. Primär ging es bei meiner Unterstützung um die Aufnahme der Anforderungen – es blieb nicht aus, einen Blick auf die bereits definierten und verwendeten Berichte zu werfen…. Was mir anschließend dazu durch den Kopf ging: • Multiprojektmanagement sollte über klare und eindeutige KPIs den Status der Projekte vergleichbar machen. Die Kennzahlen sollten von „jedermann“ lesbar sein, also auch von Nicht-Projektleitern. Eine Meilenstein-Trendanalyse oder gar eine Earned Value Analyse können hilfreich sein, sind aber nicht von jedermann […]

Testmanagement, Akzeptanz und Transparenz

In vielen Projekten habe ich mich in der Vergangenheit gefragt, warum es so schwer ist, für das Thema Testmanagement schlagkräftige Unterstützung zu bekommen. Obwohl es doch durch seinen Zusammenhang zur ausgelieferten Qualität einen direkten Einfluss auf die Kundenzufriedenheit hat, nur selten scheint jemand bereit, diesem Thema entsprechende Gewichtung und Priorisierung zu geben. Sehr oft war und ist zu beobachten, dass Testmanagement erst gegen Ende des Projekts begonnen wird, und die eingeplante Zeit für die Qualitätssicherung zum Puffer für die vorgehende Implementierungsphase verkommt …. und meist immer kürzer und kürzer wurde. Woran liegt das? Sicherlich gibt es viele Gründe, warum die Akzeptanz für ein detailliertes Testmanagement so gering zu sein scheint. Mindestens einer ist mir in den vergangenen Tagen mal wieder […]