Strukturiertes Anforderungsmanagement in Projekten – auch die GPM hat es erkannt

Die häufige Situation in IT-Projekten: Anforderungen sind zum Start des Projekts nur auf einem hohen Niveau bekannt. Dennoch soll das Projekt schnellstmöglich beginnen, möglicherweise mit einem vorab festgesetzten Liefertermin und fixierten Kosten. Das Projekt beginnt, man arbeitet die Anforderungen auf, diese werden immer detaillierter. Auf der Suche nach Informationen zu den Anforderungen treten immer weitere, neue Stakeholder auf den Plan. Der Scope des Projekts erweitert sich immer weiter …. selbst in der Endphase (wenn man diese erreicht) finden sich immer wieder neue Personen, die zum Beispiel beim Test der Lösung weitere, neue Anforderungen mitbringen.

Rahmenbedingungen, die vielen Projekten bekannt sind und es häufig erschweren im gesteckter Zeit- und Kostenrahmen einen erfolgreichen Abschluss zu finden. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor hierbei ist es, dem Anforderungsmanagement vor und im Projekt entsprechende Aufmerksamkeit zu schenken und diesem mit strukturierter Vorgehensweise zu einem festen Bestandteil in (nicht nur IT-) Projekten zu geben. Hierzu finden sich zahlreiche Beispiele wie durch uns unterstützte Projekte aus der Energieversorgung zeigen  “Was der MUC mit Anforderungsmanagement zu tun hat” oder “Agiles Vorgehen in Festpreis-Projekten”

Es hat mich jedoch überrascht, als ich unlängst in einem Newsletter der GPM (Gesellschaft für Projektmanagement) einen Artikel zum Thema Requirements Engineering in Projekten fand. Denn auch die GPM scheint entdeckt zu haben, dass man (vor allem in komplexen Projekten) diesem Thema ein besonderes Augenmerk schenken soll. Informationen hierzu finden Sie unter diesem Link zur GPM  sowie unter dem Link zu den Ergebnissen der Studie

Auch wenn diese Erkenntnis für die GPM relativ neu zu sein scheint, unsere Praxiserfahrungen zeigen, dass die Integration der Methoden des Requirements Engineering in die Vorgehensweise des Projektmanagements als essentieller Erfolgsfaktor für ein erfolgreiches Projektmanagement zu bewerten ist. Fast jeder Projekt-Health-Check führt insbesondere in kritischen Projektsituationen immer wieder zu der Erkenntnis, dass der Scope der betrachteten Projekte aufgrund mangelhaften Anforderungsmanagements „außer Kontrolle“ geraten ist. Auch die Identifikation und die Einbindung wesentlicher Stakeholder ist in den meisten Fällen optimierungsbedürftig – ebenfalls eine der Kernkompetenzen eines strukturieren Requirements Engineering.

Ein integrierter Ansatz von strukturierten Anforderungs- , Test- und Projektmanagement ist daher keine neue oder gar innovative Erkenntnis, sondern ein handwerkliches Muss für einen erfolgreichen Steuerungsansatz von Projekten – und das nicht nur in IT-Projekten.

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