„Mindfuck: Warum wir uns selbst sabotieren und was wir dagegen tun können“ von Petra Bock

Betra Bock, „Mindfuck: Warum wir uns selbst sabotieren und was wir dagegen tun können“, ISBN 3426655071

Ein sicherlich etwas eigenartiger Titel, der auf den ersten Blick möglicherweise abschreckend wirkt. Aber er erfüllt seinen Zweck, da das Werk auf der Suche nach guter Literatur zum Thema Coaching provokant auffällt. Der Untertitel führt dann zu einem genaueren Blick, der mich dann neugierig machte.

Die Autorin ist in der deutschen Coaching-Szene sicherlich bekannt, von daher ist durchaus anspruchsvolle Literatur zu erwarten. Das Buch beginnt zwar etwas langatmig, was es auch bis zum Ende nicht ablegen kann – hier hilft immer mal wieder schnelles Querlesen, um die essentiellen Aussagen zu erarbeiten. Diese sind aber sehr interessant, denn sie zeigen wie aus unserem Unterbewusstsein heraus immer wieder Denkweisen und Strukturen aus längst vergessener Zeit und Kindheit hochkommen, und unser Handeln und Agieren als Erwachsene (oder eben nicht als Erwachsene!) beeinflussen.

Das Buch eignet sich hervorragend, um auf Basis der zugrundeliegenden Idee eigene Gedanken gezielt reflektieren und hinterfragen zu können. Ich empfehle dieses Buch jedem, der häufig vor entscheidendem Publikum auftreten muss und in Stresssituationen Entscheidungen treffen muss bzw. den „roten Faden“ behalten muss. Ist man in diesen Situationen frei (oder freier) von unbewussten aber mächtigen Einflüssen, kann dies Entscheidungsfindungen und -umsetzungen wesentlich erleichtern.

Ein Muss für jeden, der sich und sein verhalten gerne selbst reflektiert!